Der Handwerker von der Versicherung

Spätestens nach Dauerregen und Hochwasser oder einem Unwetter mit Sturm ist klar, dass das Hab und Gut geschützt werden muss. Die Wohngebäudeversicherung leistet bei Hagel, Sturm, Leitungswasserschäden, Feuer und nach Vereinbarung bei Elementarschäden wie Überschwemmungen Schadensersatz. Für die Kunden ist die Qualität der Schadenregulierung das Wichtigste. Wer derzeit eine Wohngebäudeversicherung abschließen möchte, kann in Deutschland unter mehr als 120 Versicherern wählen. Die Produkte der unterschiedlichen Anbieter sind oft austauschbar und für Kunden sehr schwer zu bewerten, sich richtig versichern zu lassen, kann auch hier schwer sein. Aus diesem Grund entscheiden sich viele einfach für den günstigsten Anbieter. Jedoch verschärft sich der Wettbewerb um Marktanteile und Kunden zunehmend und definiert sich vor allem über den Preis. Deshalb müssen Versicherer irgendwann an den Leistungen sparen, um nicht zu große Verluste zu riskieren. Denn auch der Schadenaufwand in der Wohngebäudeversicherung steigt, und Versicherer verzeichnen schon seit Jahren Verluste.

Die Leistung müsste wieder zum Wettbewerbsfaktor in der Branche werden, damit die Kunden nicht die Verlierer sind. Unter Leistung versteht man grundsätzlich die Zahlung des Schadens, und Kunden möchten ihren Schaden ganz und zügig reguliert haben. Da sich das Leistungsversprechen nur auf dem Papier befindet, zeigt sich die Qualität der Versicherung erst im Falle eines Schadenfalls. Doch leider lässt sich ein großer Schaden nicht so schnell beheben. Für die Sanierung eines Hauses nach einem Brand zum Beispiel muss der Kunde Kostenvoranschläge einholen, diverse Gewerke koordinieren und beaufsichtigen – das kann ein langwieriges Unterfangen werden. Das ist so, weil Versicherungen unter Schadenmanagement grundsätzlich die internen Prozesse der Schadensteuerung und Schadenbearbeitung verstehen. Somit sind sie für den Kunden nur eine Abrechnungsstelle und zum Großteil kein Helfer im Schadenfall.

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