Gerade in Großstädten ist der Mangel an Grün häufig sehr stark spürbar. Meist dominieren Häuserschluchten und betonierte Plätze das Bild. Um hier ein wenig Natürlichkeit reinzubringen, ist das Anlegen einer Dachbegrünung eine gute Möglichkeit. Dabei handelt es sich um eine Grünfläche, die unmittelbar auf dem Dach angepflanzt wird. Die Art der Begrünung bzw. des Dachgartens hängt dabei in hohem Maße vom Dachtyp ab. So können auf Schrägdächern meist nur sogenannte extensive Begrünungen angelegt werden. Diese sind zwar nicht begehbar, aber immerhin kommt so ein wenig Grün in die Nachbarschaft. Flachdächer eignen sich hingegen ausgezeichnet für eine intensive Dachbegrünung, sofern die Statik des Daches dies zulässt. Hier ist es möglich, einen vollständig begehbaren Dachgarten über den Dächern der Stadt anzulegen. Das wohl berühmteste Beispiel für eine umfangreiche Dachbegrünung sind die hängenden Gärten von Babylon, eines der Sieben Weltwunder der Antike.
Die Vorteile eines Dachgartens liegen ganz klar in den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Denn er kann viel mehr sein als nur ein bisschen Grün in der Stadt. Sie können den Garten für sportliche Betätigung wie Yoga, Pilates und Ähnliches nutzen. Auch können Bänke und Liegen aufgestellt werden, um ein Ort der Entspannung zu schaffen. Jedoch sollte ein Sichtschutz aufgestellt werden. Nur so kann ein Mindestmaß an Privatsphäre geschaffen werden. Gleichzeitig erreichen Sie auf diese Weise ein wirksamer Schutz gegen den Wind.
Nachteilig bei einem solchen Dachgarten sind ganz klar die nicht unerheblichen Kosten, die dabei entstehen. Darüber hinaus dürfen beim Verlegen der Drainage zum Abführen von überschüssigem Wasser keine Fehler gemacht werden, da sonst Wasserschäden die Folge sein können. Auch kann es für die Bewohner einer Dachraumwohnung eine gewisse Lärmbelästigung mit sich bringen, der durch eine effektive Trittschalldämmung entgegengewirkt werden muss. Alles in allem kann eine solche Anlage das Wohnen in der Stadt weitaus angenehmer gestalten.